Drahtziehen (Erfahrungsbericht NEXANS)

 Drahtziehen

Nexans, ein weltweit führendes Unternehmen in der Produktion von Kabelsystemen, unterhält in Dour (Belgien) einen Produktionsbetrieb. Die Abteilung Metallurgie produziert Aluminium- und Legierungsdrähte, die in der Kabelproduktion für den Energietransport eingesetzt werden. Die Drähte werden an 3 NIEHOFF Drahtziehmaschinen hergestellt. Der Ausgangsdraht (rod) mit einem Durchmesser von +- 8 mm wird während des Durchlaufs in der Maschine auf einen Durchmesser von 1 bis 3 mm reduziert. Für die nötige Schmierung sind die Drähte sowie die Ziehsteine komplett in Öl eingetaucht. Jede Maschine hat eine Ölvorlage von 3.000 Litern. Die Viskosität des verwendeten Öls beträgt im Neuzustand ca. 650 cts. bei einer Arbeitstemperatur von 35°C. Das zu entsorgende Öl enthält insbesondere Aluminiumpartikel aus dem Kontakt des Drahtes mit dem Ziehstein. Die Partikel sind sehr fein und können weder durch natürliche Sedimentation noch durch Filtration abgetrennt werden.

Nach einer mittleren Produktionszeit von 8 Monaten, je nach Produktionsauslastung, steigt der Gehalt an Aluminiumpartikeln im Öl auf über 30 % an und die Viskosität liegt über 1.000 cts. Bei dieser Konzentration ist das Öl nicht mehr in der Lage, die nötige Schmierung zu realisieren und die 3.000 Liter Öl müssen entleert und als Sondermüll entsorgt werden.

Die Maschine muss sorgfältig gereinigt werden bevor eine neue Charge Öl eingefüllt werden kann. Die Kosten für die Reinigung und den Produktionsstopp, ohne Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit, erhöhen die Produktionskosten.

Probe des verunreinigten Drahtziehöls nach 9 Monaten. Erst nach langer Zeit setzt setzen sich die Aluminiumpartikel ab > im Zentrifugal-Separator wird dieser Vorgang 2.000-fach beschleunigt
Funktionsschema Zentrifugal-Separator A-25 mit automatischem Feststoffaustrag
Der STA Zentrifugal-Separator A-25 im Einsatz an 3 Drahtzieh-Maschinen bei Nexans.